Zahnzusatzversicherung - Stiftung Warentest Ausgabe 05/2010

Zahnzusatzversicherung FinanztestEin Test mit großen Lücken!
In der Ausgabe 05 / 2010 der Zeitschrift Finanztest hat die Stiftung Warentest mal wieder private Zahnzusatzversicherungen unter die Lupe genommen.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung verwundern zum Teil. Grund hierfür sind, wie bei jedem Test - die angewendeten Bewertungskriterien. Dieser Kommentar soll Ihnen dienen die Testergebnisse besser zu verstehen und die darin enthaltenen Lücken zu erkennen.

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass die Stiftung Warentest einzig allein die Leistungen der Tarife für Zahnersatz bewertet hat. Da bei Zahnersatz der Patient den höchsten privaten Zuzahlungen ausgesetzt ist, macht es Sinn diesen Bereich am stärksten zu gewichten. Beitragshöhe, anfängliche Summenbegrenzungen und Zusatzleistungen für Prophylaxe, Zahnbehandlung oder Kieferorthopädie sollten zumindest zu einem gewissen Anteil mit in die Bewertung einbezogen werden. Dies ist leider nicht geschehen.

Wer die Leistungen bei Zahnersatz in den Vordergrund stellt, darf die Summenbegrenzungen in den Anfangsjahren nicht übersehen. Zu unserem Erstaunen sind gerade bei den beiden Testsiegern die in den Anfangsjahren dem Patienten zur Verfügung stehenden Summen am geringsten von allen mit sehr gut bewerteten Tarifen. Ein Lapsus der einer solch renommierten Institution wie der Stiftung Warentest nicht hätte unterlaufen sollen.

Die Tragweite dieses Versäumnisses möchten wir anhand des im Test auf Seite 60 verwendeten Beispiels der Versorgung einer Einzelzahnlücke durch ein Implantat mit vollständig verblendeter Metall-Keramik-Krone aufzeigen. Der Zahnverlust und die Behandlungskosten fallen in das zweite Jahr nach Versicherungsbeginn. Die seitens Stiftung Warentest angenommenen Kosten der Behandlung bleiben unverändert bei 3000,- Euro Gesamtrechnung.
Der unteren Tabelle können Sie genau entnehmen welcher Tarif in welcher Höhe die Kosten übernimmt.
Kassenzuschuss: 375 Euro (Festzuschuss 2010 mit Höchstbonus)

Die Leistungen von empfehlenswerten Tarifen
und den Testsiegern aus der Finanztest

Tarif
Testnote
Zuzahlung des Tarifs
verbleibender Eigenanteil Bemerkung
Das leisten wirklich empfehlenswerte Tarife
CSS Versicherung
CSS Flexi ZB + ZE top
1,3
2.325,- €300,- €
Tarif sieht keine Summenbegrenzungen vor
Central
central.prodent
1,2
2.325,- €300,- €
Tarif leistet bis zu 2500,- Euro in den ersten 2 Jahren
Barmenia
ZGPlus
1,3
2.000,- €625,- € Tarif hat 1000,- Euro Summenbegrenzung p.a.
und das leisten die Testsieger aus Stiftung Warentest
Ergo Direkt ZAB+ZAE+ZBB1,0
1.000,- €1.625,- €Summenbegrenzung 500,- Euro p.a. über die ersten 4 Jahre für Zahnersatz
Hanse Merkur
EZ+EZT+EZP
1,1
1.200,- €1.425,- €Summenbegrenzung 600,- Euro p.a. über die ersten 4 Jahre
Wichtig: die 1000,- Euro im Beispiel für Knochenaufbau werden niemals, d.h. auch nicht nach Ablauf der Summenbegrenzungen seitens der Hanse Merkur übernommen da der Tarif solche Leistungen generell nicht übernimmt. Eigentlich ein K.O. Kriterium.



Klar festzuhalten ist, tritt der Schaden nach Ablauf der Wartezeiten innerhalb des 1. Versicherungsjahres ein schneiden die „Testsieger“ bei weitem noch schlechter ab, wobei CSS und Central unverändert hoch leisten. Auch im dritten Jahr sieht es für Ergo direkt und HanseMerkur nicht gut aus. Erst ab dem 5. Jahr zieht Ergo direkt mit Central und CSS gleich. Wohl gemerkt gleich, nicht besser. Und das in der Regel zu einem deutlich höheren Beitrag.

Fazit zum Test von Stiftung Warentest

Aus dem obigen Beispiel geht klar hervor, dass die Stiftung Warentest, bereits allein in dem getesteten Zahnersatzbereich wesentliche Punkte übersehen hat was zu unzulänglichen Testergebnissen geführt hat.

Weitere Haken und Ösen der vermeintlichen Testsieger, bezüglich Zusatzleistungen oder kindergerechten Tarifen,  erfahren Sie gebührenfrei unter 0800 / 80 88 007. Unsere Experten beraten Sie gerne. Individuell, unabhängig und vor allem kompetent.

 

Zahnzusatzversicherungen im Vergleich

 

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